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Soap-Legende Raúl Richter – über das Leben, die Liebe und den eigenen Rosen-Handel …

Raul-Richter
©ZDF, Thorsten Jander

Exklusiv Interview

Soap-Legende Raúl Richter – über das Leben, die Liebe und den eigenen Rosen-Handel …

Mit seiner Rolle bei GZSZ wurde er berühmt – jetzt feiert Raúl Richter in der ZDF-Serie `Notruf Hafenkante´ seinen Einstand.

Künftig jagt er als Polizeiobermeister Nick Brandt die kleinen und die großen Fische im hohen Norden!

Im großen Exklusiv-Interview spricht der sympathische Schauspieler mit uns über die Babyplanung, seine Hausmann-Tricks und lüftet das Geheimnis um seinen eigenen Rosen-Handel … 

Herr Richter, herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Rolle als Polizeiobermeister Nick Brandt im Team bei „Notruf Hafenkante“…

Ja, vielen Dank. Es macht mir unglaublich viel Spaß und ich schlüpfe mehr und mehr in die Rolle. Es macht mir großen Spaß in dieser tollen Serie dabei zu sein.

Wie sind Sie im Team angekommen?

Ich bin toll aufgenommen worden, das Team ist phantastisch. Anders funktioniert eine solche Serie auch nicht. Die Produktion läuft ja mittlerweile auch schon seit 14 Jahren.

Es ist ein eingespieltes Team. Alle haben Lust auf die Sendung, sind auch offen für Veränderungen und Neuerungen, wollen Dinge verbessern.

Auch ich bin ein Freund davon, Dinge zu optimieren und bringe da gerne meine Ideen ein.  Es macht auch Spaß in der schönen Stadt Hamburg zu drehen.

Notruf-Hafenkante

Sind Sie ganz nach Hamburg gezogen?

Nein, ich bin ja Berliner, habe ich Hamburg jetzt eine Wohnung, wenn ich da drehe und pendle immer hin und her, das funktioniert ganz gut.

In wieweit kennen Sie Existenzängste?

Existenzängste ist vielleicht etwas hoch gegriffen. Aber ich kenne Phasen, in denen es nicht so gut läuft. In der Zeit von GZSZ habe ich natürlich gut verdient. So eine Serie bringt natürlich auch noch Nebeneinnahmen, hier mal eine Autogrammstunde, da noch einen Job oder eine Show.

Nach GZSZ hatte ich dann zwei, drei Jahre, wo echt wenig war. Von ein paar Episodenhauptrollen im Jahr kann man als Schauspieler eben nicht leben.

Und das betrifft etwa 95 Prozent der Schauspieler. Das war auch der Grund, warum ich damals meine eigene Firma gegründet habe. Ich habe mir gedacht, es kann einfach nicht sein, dass ich nur von der Schauspielerei leben muss.

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Was ist das für eine Firma?

Ich habe eine Firma für Online-Rosenhandel gegründet, sie heißt „Holy Flowers.“ Das mache ich jetzt seit fünf Jahren und das ist sozusagen mein zweites bzw. drittes Standbein. Es deckt dann die Monate ab, in denen ich dann vielleicht einmal nicht drehe.

Schaffen Sie das so ganz alleine oder hilft noch jemand aus der Familie mit?

Ja, meine Mutter arbeitet mit, und meine Freundin Vanessa ist auch dabei. Das ist tatsächlich so ein bisschen ein Familienbetrieb geworden. Wenn es dann mal richtig eng wird, hole ich mir noch Leute dazu, Studenten zum Beispiel.

Das meiste macht aber wirklich meine Mutter. Sie übernimmt die ganz Logistik und den Steck-Prozess. Meine Freundin Vanessa macht die Fotos, also Produktfotos der Rosen.

Da ist schon eine ganze Menge zu tun, um das alles am Laufen zu halten. Wir verschicken konservierte Rosen, das ist ja auch eine Art Trendprodukt. Ich arbeite vor allem für große Konzerne, die größere Mengen abnehmen. Dafür stelle ich Extra-Boxen her. Das läuft von allem am besten und bringt natürlich den entsprechenden Umsatz.

Wie kamen Sie auf die Rosen?

Ich hatte schon immer eine Affinität zu Blumen. Ich bin früher schon gerne zum Floristen gegangen und habe mir schöne Sträuße zusammenstellen lassen.

Wenn ich Gäste zum Essen eingeladen hatte, gehörte da auch  ein toller Strauß als Tischdeko dazu. Das gefiel mir schon immer. Blumen schaffen eine tolle Atmosphäre.

Und natürlich bekommt auch meine Freundin Vanessa öfter mal einen Blumenstrauß von mir. Ein frischer Blumenstrauß ist natürlich auch nicht zu ersetzen mit meinen konservierten Rosen.

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Vor kurzem haben Sie erzählt, dass Sie mit Vanessa über Familienplanung nachdenken. Ist da vielleicht schon etwas unterwegs oder wie sind die Pläne?

Nein, es ist noch kein Baby unterwegs (lacht). Aber natürlich stelle ich es mir schön vor, mit Vanessa eine Familie zu gründen. Wir sind jetzt knapp drei Jahre zusammen und sehen das aber ganz entspannt.

Was glauben Sie: Werden Sie eher ein lässiger oder ein strenger Papa sein?

Es ist schwierig, das vorher zu sagen, wenn man noch kein Papa ist. 

Ich glaube, ich bin eher der coole Papa, der auch mal etwas durchgehen lässt.

Trotzdem würde ich versuchen, in manchen Dingen streng zu sein, weil Kinder auch Regeln brauchen.

Wie fit sind Sie im Haushalt?

Ich kann gut kochen, koche sehr gerne. Gerade gestern erst habe ich etwas tolles für Vanessa gezaubert. Wir hatten ein Maultaschen-Ratatouille mit Gemüse und Feta. Das war sehr lecker. Ich habe auch zwei Grills und grille sehr gerne.

Aber ich wasche auch Wäsche, ich bügle auch mal – zwar nicht alles, aber Hemden bügeln kann ich ganz gut. Natürlich kann ich auch Staub saugen und zur Not auch putzen. Ich würde sagen, ich bin der perfekte Hausmann!

Ich würde auf jeden Fall überleben (lacht). Ich habe ja auch viele Jahre alleine als Single gelebt, da lernt man das ganz gut.

Leben Sie mit Vanessa schon in einer gemeinsamen Wohnung?

Wir leben noch nicht direkt zusammen. Wir pendeln zwischen unseren Domizilen in Berlin, Hamburg und Vanessas Wohnung in Süddeutschland. Ich habe demnächst vier Wochen Drehpause, dann fahren wir  zusammen in Urlaub – mit dem Camper durch Italien.

Meine Freundin hat ein Wohnmobil, damit reisen wir quer durchs Land. Vanessa ist ein echtes „Trucker-Babe“, sie fährt selbst gerne.

Aber natürlich übernehme ich auch mal das Steuer. Wir haben so eine Tour schon einmal in den USA gemacht. Das wird sicher toll.

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Was schätzen Sie am meisten an Vanessa?

Vanessa und ich sind absolut auf einer Wellenlänge. In den vergangen drei Jahren haben wir vielleicht ein einziges Mal gestritten. Es gibt gar keine Streit-Themen bei uns.

Es ist wirklich relaxt, wir schwimmen auf einer Welle – in jedem Bereich. Wir verstehen uns einfach super.

Wir sind uns einig, jeder hat seine Aufgaben, das klappt wunderbar.

Wie ist denn die Aufgabenteilung bei Ihnen?

Beim Urlaub zum Beispiel ist klar, dass ich alles plane. Ich nehme das in die Hand, suche die Plätze heraus, wo wir übernachten. Als ich jetzt gearbeitet habe, hat sich Vanessa allerdings schon einmal an die Planung unseres Camping-Urlaubes gemacht – das werde ich ziemlich sicher noch einmal neu planen müssen (lacht).

Ich koche dann auch im Urlaub, Vanessa schnippelt das Gemüse, das läuft  so ganz gut. Wir waschen dann gemeinsam ab, keiner drückt sich vor irgendwelchen Aufgaben.

Das Packen des Wohnmobils wird Vanessa übernehmen. Sie ist in dem Punkt erfahrener, also übernimmt sie das. Jeder macht das, was er am besten kann.

Was sagt Vanessa zu Ihrer neuen Rolle als „Hafenkanten“-Polizist?

Die findet die Rolle super. Sie konnte schon ein paar Folgen sehen. Sie findet, ich würde sehr gut rüberkommen. Ich selbst sehe gerade in den Anfangsszenen noch die ein oder andere nicht ganz so souveräne Geste, aber mittlerweile ist es wirklich so: „Ich schlüpfe in die Uniform und dann bin ich Polizist.“

Wie reagieren denn die Leute auf der Straße auf Sie?

Das ist wirklich interessant. Ich hatte ein älteres Ehepaar, das hatte mich nach dem Weg gefragt. Ich sagte dann: „Sorry, ich bin auch neu in Hamburg.“ Der Mann meinte dann: „Na ja, die Polizei, dein Freund und Helfer, weiß auch nichts.“ Ich erklärte ihm dann, dass das nur eine Rolle ist, und er meinte völlig entgeistert: „Eine Rolle? Wieso? Sind Sie Stripper?“ Dass ist in Hamburg wohl nicht ganz unwahrscheinlich (lacht). Aber es ist schon lustig, was so eine Uniform mit einem macht.

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Was haben Sie nach Ihrem Ausstieg bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ gedreht?

Ich hatte nach GZSZ immer mal wieder Episoden-Rollen. Ich war bei „Kreuzfahrt ins Glück“ dabei oder habe auch mal für „Rosamunde Pilcher“-Filme gedreht.

2019 habe ich dann bei den „Karl May“-Festspielen gespielt, also Freilufttheater.  Das war toll und ich war gut beschäftigt über die Saison.

Das war die letzte große Geschichte von mir. Anfang 2020 kam ich dann aus dem australischen Dschungel-Camp zurück, im März ging es los mit Corona. Danach kam das Casting für „Notruf Hafenkante“ und im Juni 2020 habe ich dann auch schon angefangen für die „Hafenkante“ zu drehen.

Sie waren ja lange bei GZSZ – spielen jetzt wieder eine Serie mit einem geregelten Einkommen. War das Thema Sicherheit, auch ein Grund bei „Notruf Hafenkante“ einzusteigen?

Hafenkante-Team

An das geregelte Einkommen habe ich tatsächlich überhaupt nicht gedacht. Ich fand es aber schön, wieder Teil einer Serie  zu sein. Es ist ja nun auch keine „Soap“ mehr, sondern eine wöchentliche Sendung. Das ist noch einmal ein anderes Thema als bei einem täglichen Format. Außerdem habe ich noch nie einen Polizisten gespielt. Das hatte mich auf jeden Fall gereizt. Das Rollenprofil fand ich total klasse. Normalerweise werde ich gerne als der „Gute“, als „Sonnyboy“ besetzt. Für einen Schauspieler sind natürlich Charaktere, die mehr Ecken und Kanten haben, interessanter. Das ist in meiner Rolle als Polizist Nick Brandt jetzt so. Da bin ich eben mal nicht der Liebling aller. Nick eckt ganz schön an in der Wache, er eckt auch immer wieder bei seiner Partnerin an und das macht die Rolle für mich natürlich attraktiv. Das ist einfach spannend, zu spielen.

Gleich zu Beginn gibt es eine heiße Szene mit Rhea Harder. Kann so ein One-Night-Stand schon mal vorkommen – oder sind Sie kein Mann für eine Nacht?

Nein, ich bin kein Mann für eine Nacht (lacht). Klar, ist das auch schon vorgekommen, da will ich nicht lügen. Aber die wilden Zeiten sind bei mir vorbei. Ich bin in einer sehr glücklichen Beziehung mittlerweile und somit gehören die wilden Party-Zeiten der Vergangenheit an.

Was wird Vanessa wohl zur heißen Szene mit Rhea Harder sagen…?

Vanessa hat diese Szene schon gesehen, und ist damit ganz locker umgegangen. Wirklich easy.

Das ist überhaupt kein Problem bei uns. Sie ist nicht eifersüchtig.

Sie kennt Rhea auch, versteht sich gut mir ihr, auch mit ihrem Mann. Wir haben auch zu viert schon einmal abends etwas zusammen unternommen. Rheas Mann arbeitet auch bei uns am Set und wir mögen uns wirklich alle sehr. Eifersüchteleien gibt es bei uns nicht.

Raul Richter 2

Ihre Freundin ist Model. Sind Sie eifersüchtig, wenn Sie mit einem tollen Typen arbeitet?

Das schaue ich mir natürlich an. Ich habe in der Vergangenheit aber gelernt, dass es überhaupt nichts bringt, hinterher zu geiern. Eifersucht macht in Beziehungen viel kaputt.

Es ist besser, gelassen drüber zu stehen und zu vertrauen. Das ist ein Prozess, den man lernen muss.

Ich war früher mal eifersüchtiger und das hat vieles kaputt gemacht. Und wenn Vanessa mir einen Grund gibt, eifersüchtig zu sein, also wirklich eifersüchtig zu sein, dann scheint ja wirklich schon etwas nicht mehr zu stimmen.

Wie sieht es nach drei Jahren Liebe eigentlich mit Hochzeitsplänen aus?

Eigentlich entspannt! Ihr werdet es rechtzeitig erfahren (lacht).

Könnte es sein, dass vor dem Ja-Wort ein Baby kommt?

Auch das könnte sein… (lacht).

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Es gab ziemlich viel Aufregung um ein Instagram-Foto von Ihnen und Vanessa unter der Dusche. Können Sie das verstehen?

Nein, es war einfach ein Foto unter der Dusche, da hat man kaum etwas gesehen. Außerdem muss sich das niemand anschauen. Niemand muss es anklicken und niemand muss mir auf meinem Instagram-Kanal folgen. Wir würden so ein Foto auch jederzeit wieder machen.

Sie waren Anfang 2020 im Dschungel-Camp. Wie sehen Sie diese Erfahrung im Rückblick?

Der Dschungel war sehr hart. Ich bin da physisch wirklich an meinen Grenzen gekommen. Der Essens- und Schlaf-Entzug,  sich mit den Leuten auseinander zu setzen, oft krampfhafte Gespräche führen zu müssen, das war heftig. Dazu der Dauerregen, ständig in nassen Klamotten herum zu laufen, unter dieser Plane zu schlafen.

Eine heftige Zeit war das. Aber es war auf jeden Fall eine krasse Erfahrung, die nicht jeder in seinem Leben machen kann.

Letztendlich bin ich danach beim ZDF in einer Serie gelandet. Oft heißt es ja, der Dschungel ist für viele das Karriere-Ende. Aber in meinem Fall ist das doch ganz gut gelaufen.

Wo sehen Sie sich in 10 Jahren?

Ich lasse die Dinge auf mich zukommen. In meinem Job kann man keine langfristigen Pläne machen. Klar, kann ich hoffen, ich mache noch die nächsten fünf oder sechs Jahre bei „Notruf Hafenkante“ mit, aber das kann ich gar nicht sagen. Man weiß es nicht. Man weiß nicht, wie sich die Branche verändert, wie es weiter geht. Gibt es durch die Streaming-Dienste künftig mehr Jobs oder eher weniger. Niemand weiß das.

Ich weiß auf jeden Fall, dass ich weiterhin ein eigenes Unternehmen führen will. Ich möchte nach wie vor weitere Ideen und Ziele umsetzen, mich als Unternehmer weiter entwickeln.

Ich möchte nie von der Schauspielerei abhängig sein. Es bleibt ein Beruf, bei dem du es nicht selbst in der Hand hast, ob du spielen darft oder nicht. Du bist immer angewiesen auf andere Leute, ob sie dich anrufen oder nicht, ob du gebucht wirst oder nicht.

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Was ist Ihr größter Wunsch?

In den nächsten zehn Jahren möchte ich gerne eine Familie gründen, Vater werden. Ich liebe es, zu reisen, das möchte ich auch in Zukunft gerne tun.

Ich habe schon einiges von der Welt gesehen, aber es gibt auch noch viele Länder, die ich nicht kenne. Mich reizt auf jeden Fall Japan, in Afrika fehlen mir noch einige Länder, Kanada. Auch Südamerika möchte ich besser kennenlernen.

Ich habe ja dort gelebt, bin in Peru aufgewachsen. Da möchte ich gerne noch einmal hinreisen. Auch Argentinien, Brasilien, möchte ich gerne sehen.

Können Sie sich vorstellen, in einem anderen Land zu leben?

Das kann ich mir sehr gut vorstellen. Mit meinem Beruf wird das natürlich schwer werden. Aber man weiß ja nie, was kommt. Sag niemals, nie!

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