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`Sturm der Liebe´-Star Natalie Alison – „Mein Hund knurrt mir alle Verehrer weg“

Fotos: Natalie Alison

Exklusiv Interview

`Sturm der Liebe´-Star Natalie Alison – „Mein Hund knurrt mir alle Verehrer weg“

Nach ihrem `Sturm der Liebe`-Comeback ist Natalie Alison wieder zurück im Serien-Geschäft. Wie es ihr in den vergangenen Jahren ergangen ist – und wie es bei ihr persönlich in der Liebe so `stürmt´, erzählte die sympathische Schauspielerin im Interview mit Martina Mack.

Frau Alison, nach acht Jahren sind Sie wieder zu “Sturm der Liebe” zurückgekehrt…

Ja, ich bin 2012 bei „Sturm der Liebe“ ausgestiegen, jetzt bin ich wieder dabei und sehr glücklich darüber. Ich habe meine Rolle als „Rosalie Engel“ immer sehr geliebt und bin sehr dankbar, dass die Geschichte mit ihr weiter geht.

Wie ist es Ihnen in den letzten acht Jahren ergangen?

Ich bin nach meinem Ausstieg nach Amerika gegangen. Ich war dort ja schon sehr oft, habe die Schauspielschule besucht, immer wieder Coachings gemacht. Ich wollte mir aber einfach mal eine Auszeit nehmen, habe dann aber noch eine Ausbildung zur Yoga-Lehrerin gemacht. Und ich habe dort mein erstes Drehbuch geschrieben für einen Film, der „HEDY“ heißen soll. Es geht darin um die Geschichte meiner Großmutter im Zweiten Weltkrieg, die stellvertretend für viele Frauen in dieser Zeit steht. Jetzt bin ich auf der Suche nach einem Produzenten, der mein Drehbuch verfilmt. Ich habe schon drei Preise für das Drehbuch gewonnen, ich würde mich riesig freuen, wenn es bald verfilmt würde.

Widmen Sie den Film dann Ihrer Oma?

Ja, Oma Hedy ist gestorben, als ich 17 war, also vor 25 Jahren. Sie wurde 78 Jahre alt. Wir hatten eine besonders innige Beziehung, wie das oft zu Großmüttern ist. Bei der Oma darf man alles, während die Eltern oft strenger sind. Und man bekommt diese ganz besondere Liebe.

Hat Ihnen Ihre Großmutter oft vom Krieg erzählt?

Ja, sie hat oft davon gesprochen. Mein Opa kam nicht aus dem Krieg zurück, er hat meine Mutter nie gesehen. Er hat zwar erfahren, dass er eine Tochter bekommen hat, hat es aber nicht mehr erlebt. Ich wollte, dass diese Geschichte erzählt wird, weil viele Familien ähnliche Schicksale erlebt haben. Die Frauen sind die wahren Heldinnen dieser Zeit. Was sie alles geleistet haben, können wir uns kaum vorstellen. Es gab ja nichts, kein Essen, keinen Strom, die Städte zerbombt. Trotz dieser widrigen Umstände haben sie die Kinder durchgebracht. Davor muss man den Hut ziehen.

Sie haben in den letzten Jahren viele verschiedene Dinge gemacht, unter anderem einen Werbespot für das Land Indien, als wunderschöne Maharani…

Ja, das war aufregend. Ich spielte 2018 in einem Werbespot mit, bin dafür nach Indien geflogen. Ich war noch die da, und habe mich bei einem Online-Casting bei einer britischen Agentur beworben. Dass es geklappt hat, war unglaublich. Ich hatte mir das beim Universum bestellt, und war so glücklich, als ich die Zusage bekam – auch wenn dafür nicht viel bezahlt werden konnte, war es mir das wert.

Funktionieren Ihre Bestellungen beim Universum immer?

Ja, mal besser, mal schlechter. Aber ich habe immer wieder Erfolgserlebnisse und mache das regelmäßig. Es ist auf jeden Fall immer spannend, ob es klappt oder nicht.

Wie lief der Dreh in Indien ab?

Ich bin nach Rajasthan gereist und war total überwältigt von dem Land. Der Trubel, die leuchtenden Farben, die prachtvollen Königspaläste und Festungen. Vor lauter Angst, dass ich vom indischen Essen krank werden könnte, habe ich alles von zuhause mitgenommen. Brot, Schokolade. Ich habe dort nur trockenen Reis gegessen. Der Dreh war unheimlich aufwendig. Die drehen da wie in Hollywood, das Set wurde erst einmal eine Stunde eingeleuchtet, ich hatte eine großartige Make-up-Artistin, einen eigenen Fahrer. Für den Spot spielte ich eine Mode-Redakteurin, die aus New York nach Indien kommt. Ich war die „Maharani aus Manhattan“ und für diese „Manhattan-Aufnahmen“ flogen wir dann weiter nach Malaysia, weil es in Kuala Lumpur mehr Wolkenkratzer gibt als in Indien. Alles in allem war das eine tolle Erfahrung. Ich habe danach noch ein zweites Drehbuch geschrieben, eine Komödie.  Das ist eine Lovestory, die in Indien spielt… Auch da hoffe ich, dass ich einen Produzenten finde, der es verfilmt.

Aktuell sind Sie zurzeit auch in einer Sendung in Ihrer Heimat Österreich im Programm…

Ja, ich spiele in der Sendung „Walking on Sunshine“ mit. Da geht es um die Hochs und Tiefs des Lebens – in menschlicher wie meteorologischer Sicht. Ich spiele die etwas chaotische Wettermoderatorin „Sandra Schön.“ In der nächsten Zeit werde ich also zwischen „Sturm der Liebe“ in München und dem Dreh in Wien hin und her pendeln. Denn bald beginnen die Dreharbeiten für die nächste Staffel.

Stimmt es, dass Sie in den USA gerade eine Rolle bekommen hatten – unmittelbar vor dem Corona – Lockdown?

Ja, ich hatte endlich – nach 20 Jahren, seit ich dort versuche, Fuß zu fassen – eine Zusage für einen Film für einen Online-Streaming-Dienst. Ich sollte in „Courting Mom and Dad“ neben dem „Full House“-Star Scott Baio eine Rolle übernehmen. Ich hatte den Vertrag in der Tasche für sieben Szenen. Ein paar Stunden vor Drehbeginn, ich war noch völlig im Jetlag, kam plötzlich die Nachricht, dass Donald Trump die Grenzen schließen wird wegen Corona und dass auch Österreich dicht macht. Ich hatte noch nicht einmal richtig ausgepackt, musste ich wieder einpacken und bin am anderen Tag zurückgeflogen. Das klingt wie ein schlechter Traum, aber so war es.

Damit war der Traum von Hollywood geplatzt…

Erst einmal zumindest. Das wäre schon toll gewesen, aber was sollte ich tun? Die Vorstellung in den USA vielleicht krank zu werden, für die teure Behandlung zahlen zu müssen und nicht mehr zurück zu kommen, das alles wäre viel schlimmer gewesen. Die Lage dort war und ist noch immer angespannt. Das wollte ich auf keinen Fall riskieren. Ich war einerseits natürlich sehr traurig, dass das nicht geklappt hat, andererseits war ich aber erleichtert, dass ich noch rechtzeitig nach Hause gekommen bin.

Kam die Anfrage von „Sturm der Liebe“ eher kurzfristig?

Ja, das war total kurzfristig.  Eine spontane und großartige Idee, dass meine Figur „Rosalie“ an den „Fürstenhof“ zurückkehrt.  Auch das hatte ich mir übrigens beim Universum bestellt. Manchmal werden meine Bestellungen direkt geliefert. Ich habe mir an Ostern gewünscht, dass ich wieder für eine gewisse Zeit fest angestellt bin bei einer Produktion. Ich wollte einfach wieder drehen, vor der Kamera stehen. Durch Corona lief ja weltweit nichts und es war total schwer, überhaupt zu arbeiten.

Wird „Rosalie“ als Luder wieder zur Hochform auflaufen und ihre Intrigen spinnen?

Ich kann schon jetzt verraten, dass es sehr spannend wird. Rosalie kommt als „Mental-Coach“ an den „Fürstenhof“ zurück. So richtig rund läuft es aber nicht bei ihr. Also wie auch schon früher: Es wird chaotisch, aber auch lustig. Ich habe viele komödiantische Elemente und glaube, dass den Fans die Geschichte gefallen wird. Ab 14. August werden die neuen Folgen mit mir zu sehen sein.

Wie sieht ein Drehtag in etwa aus?

Ich stehe um 4.30 Uhr morgens auf, meditiere ein bisschen, muss mit meinem Hund „Elvis“ Gassi gehen. Dann geht es ans Set. Der Unterschied zu früher ist, dass ich mich selbst schminken muss. Man darf sich nicht zu nahe kommen. Ansonsten ist alles wie früher.

Wie wurden Sie am Set empfangen?

Es war ein Gefühl, als würde ich nach Hause kommen. Als wäre ich überhaupt nie weg gewesen. Der Ablauf ist gleich, die Regisseure sind die gleichen, viele Kollegen sind noch da. Ich drehe die meisten Szenen wie früher mit Erich Altenkopf, Dirk Galuba und Joachim Lätsch. Obwohl ich, bis auf einen kurzen Gastauftritt, acht Jahre nicht da war, kommt es mir nicht so vor, weil alles noch immer so vertraut ist.

Rosalie Engel liegen die Männer zu Füßen. Gibt es auch privat eine neue Liebe in Ihrem Leben?

Nein, ich bleibe so lange allein, wie ich „Elvis“ habe. Mein Hund vermasselt mir ständig meine Dates (lacht).

Wieso denn das?

Elvis mag keine Männer und knurrt mir dadurch alle Verehrer weg. Er ist auch mit Leckerlis nicht zu bestechen. „Elvis“ liebt nur die Damen. Und weil er alle Kerle von mir fernhält, bin ich seit acht Jahren Single (lacht).

Das klingt, als wären Sie nicht unglücklich als Single?

Mal so, mal so. Ich habe versucht, mir mein Leben auch allein schön zu machen.  Aber natürlich hätte ich gerne einen Mann an meiner Seite, der mit mir das Leben teilt. Andererseits müsste er mein Leben, so wie es ist, eben auch akzeptieren und mitmachen. Ich stehe um 4.30 Uhr morgens auf, das heißt, dass ich abends um 9 Uhr todmüde ins Bett falle. Da kann man nichts mehr anfangen mit mir. Ich hatte zeitweise schon Panik, dass ich keinen Mann mehr finde. Aber das ist natürlich Unsinn. Panik macht die Situation nicht besser. Ich glaube nach wie vor an die Liebe, und dass der Richtige für mich noch kommt. Ich habe mir aber jetzt beim Universum einen Mann bestellt und bin gespannt, wann er geliefert wird (lacht).

Spielen Sie jetzt nur eine Gastrolle, oder werden Sie länger bei „Sturm der Liebe“ sein?

Ich habe jetzt einen Vertrag über eine gewisse Laufzeit. Genau kann man das nie sagen. Das hängt auch sehr von den Geschichten ab, wie die sich entwickeln und was sich die Autoren für „Rosalie“ noch einfallen lassen.

Sie sind gebürtige Wienerin, wohnen auch dort. Pendeln Sie an den Wochenenden von Ihrem Drehort München nach Wien?

Nicht jedes Wochenende. Manchmal bin ich vom Drehen nach einer Woche einfach total geschafft, dann ist es erholsamer, in München zu bleiben, anstatt nach Hause zu fahren und stundenlang im Zug zu sitzen.

Wie schwer ist es grundsätzlich, als Schauspielerin in den USA zu arbeiten und zu leben?

Es ist sehr schwierig. Es war und ist immer noch ein Traum von mir, dort zu leben. Ich bin ja schon mit 18 rüber gegangen, habe die Schauspielschule dort besucht und hatte immer wieder Castings. Jetzt habe ich noch zusätzlich die Erfahrung mit den Drehbüchern gesammelt. Ich bin froh, dass ich jetzt weiß, wie man die schreibt. Ich habe es in Los Angeles in einem Aufbaustudium gelernt. Ich brauche sechs Wochen für ein Drehbuch. Da setze ich mich dann hochkonzentriert dran, bin auch telefonisch nicht erreichbar. Bei meinem ersten Buch „HEDY“ waren alle begeistert, weil es so eine emotionale Geschichte ist. Jeder, der es liest, weint.

Leben Sie in Los Angeles dann im Hotel?

Nein, ich habe eine wunderbare Familie gefunden, die vermieten mir ihr Gartenhäuschen. Ich habe ja „Elvis“ immer und überall auf der Welt dabei. Er spielt dann im Garten, während ich unter einem Orangenbäumchen schreibe. Die Sonne, das tolle Wetter, das inspiriert mich sehr.

Ist das Drehbuch-Schreiben als eine Art zweites Standbein gedacht?

Ja, auf jeden Fall. Auch ich bin nicht frei von Existenzängsten und muss Geld verdienen. Ich habe immer viele Ideen, habe auch ein Yogabuch für Kinder geschrieben. Aber nicht alles kann man eben auch verkaufen.

Was tun Sie, wenn es gerade so gar nicht läuft?

Ich kann meine Kosten gut herunterschrauben, brauche nicht viel. Mit meinen Yoga-Kursen, die ich in Wien gebe, Synchronisations-Arbeiten und Moderationsjobs kann ich mich ganz gut über Wasser halten. Aber große Sprünge sind eben nicht drin. Ich muss schon sehr sparen. Aber so ist das Leben nun mal. Mal geht es bergauf und mal bergab.

Was macht Sie glücklich?

Dass ich meine Eltern habe, dass es mir und meinem Hund gut geht. Und dass ich so kreativ leben kann, wie ich es tue. Das gibt meinem Leben einen Sinn und das ist mir wichtig. Egal, ob ich als Schauspielerin arbeite oder Drehbücher schreibe, wichtig ist mir, dass ich arbeiten kann.

Was wünschen Sie sich?

Generell wünsche ich mir, dass sich die Situation in der Welt entspannt und wir nach Corona zu einem normalen Leben zurückfinden können. Für mich persönlich würde ich mich sehr freuen, wenn mein Drehbuch „HEDY“ oder der Indien-Film produziert werden würden.

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