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Luise Bähr (`Die Bergretter´, ZDF) – „Ich habe mehr Werkzeuge als Schuhe zuhause!“

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Fotos: © ZDF

Exklusiv Interview

Luise Bähr (`Die Bergretter´, ZDF) – „Ich habe mehr Werkzeuge als Schuhe zuhause!“

Sie kann Fußböden verlegen, baut ihre Möbel selbst, macht eigenen Schinken und hat sich zuletzt sogar eine Wurstmaschine gekauft – Luise Bährs Privatleben klingt mindestens genauso aufregend, wie ihre spektakulären Einsätze als Bergretterin. Unsere Reporterin Martina Mack sprach mit der vielseitigen Schauspielerin über ihre ganz besonderen Talente – und entlockte ihr dabei so manch lustiges Geheimnis.

Seit 2014 spielen Sie die Bergretterin Katharina Strasser. Ist es noch immer eine Traumrolle für Sie?

Ja, absolut. Ich mag meine Figur und ihre Entwicklung. Wenn man eine Person so lange begleiten darf, ist das einfach ein Geschenk. Auch die Geschichte zwischen Markus Kofler, gespielt von Sebastian Ströbel, und Katharina bleibt spannungsgeladen.

Wir waren lange wie die Königskinder, die nicht zueinander finden konnten, bis wir endlich ein Film-Paar geworden sind.

Über die Jahre wird man sich immer vertrauter, gerade wenn man am Berg gemeinsame Abenteuer erlebt. Da wächst man zusammen. Wir sind einfach ein perfekt eingespieltes Team. Dazu mag ich die sportlichen Herausforderungen, die der Dreh einem immer wieder abverlangt, ob man jetzt in der Steilwand klettert oder durch eiskalte Wasserfälle schwimmt, da kommt definitiv keine Langeweile auf. (lacht). Ich liebe den Berg, kann vom Dachstein gar nicht genug kriegen.

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Wie anstrengend ist so ein Dreh?

Das Hochgebirge fordert uns einiges ab. Seien es die extremen Temperaturen im Sommer, wie im Winter, oder die Höhenunterschiede, die es im anspruchsvollen Gelände zu überwinden gilt. Wir beginnen oft morgens um 6 Uhr. In der Früh ist es oben auf dem Gletscher gerne mal minus 20 Grad kalt. Um keine Erfrierungen zu bekommen, brauchen wir hin und wieder eine dicke Schicht Fettcreme im Gesicht. Bei uns wird Teamarbeit groß geschrieben, deshalb helfen wir auch gerne mit, das Equipment hochzutragen, weil die Autos oder Skidoos meist nicht nah genug an den Drehort herankommen.

Im Hochgebirge ist das ja nicht so einfach. Wir sind ein Team und helfen einander. Allüren sind da fehl am Platz. Heliflüge am Tau oder an der offenen Tür sind Highlights, aber irre kalt.

Man hat meist blaue Lippen und kann kaum mehr reden. Nach einem Drehtag bei den Bergrettern weiß man abends was man geschafft hat. Wenn man den ganzen Tag auf 3000 Meter Höhe war, fällt man einfach nur noch platt ins Bett. Es macht mir aber nichts aus, dann früh schlafen zu gehen. Während der Drehzeit lebe ich viel zurückgezogener, sozusagen im Einklang mit der Natur dort. Die Kühe auf dem Bauernhof wo ich während der Dreharbeiten wohne, gehen ja auch früh schlafen (lacht). 

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Erinnern Sie sich an einen Moment, wo Sie beim Dreh Angst hatten? 

Ich bin grundsätzlich nicht angstbesetzt und liebe das Abenteuer! In gewissen Szenen spürt man aber das Adrenalin – ein schöner Kick. Wir haben aber auch immer echte Bergretter und Stuntleute dabei, die uns sichern und die Situation überwachen. Aber man muss sein Können gut einzuschätzen wissen.

Einmal musste ich mich vom Heli in den Tiefschnee abseilen und konnte nicht richtig abschätzen, wie tief der Schnee ist.

Eine schöne Überraschung dann komplett darin zu versinken. Ein anderes Mal wurde ich vom Wasserfall abgeseilt in einen Bergsee, der hatte nur zwei, drei Grad. Ich war nicht darauf vorbereitet, dass einem bei dem kalten Wasser fast die Luft wegbleibt. Zum Glück bin ich nicht aus Zucker (lacht). 

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Haben Sie sich schon einmal verletzt? 

Ernsthaft verletzt habe ich mich zum Glück noch nicht. Aber natürlich habe ich ständig blaue Flecken. Ohne die kommt man da nicht raus (lacht). 

Sind Sie ein Adrenalin-Junkie? 

Nein, so würde ich mich nicht bezeichnen. Ich habe einfach Spaß an Action- Szenen, aber es muss nicht immer höher, schneller und weiter sein. Ich lote aber gerne mal meine Grenzen aus, das finde ich spannend.

Im letzten Jahr habe ich zum ersten Mal „Paragliding“ ausprobiert,

dieses Jahr werde ich ein bisschen im Windkanal fliegen (lacht). Ich liebe Herausforderungen jeder Art, dadurch bleibt man wach. Meine sportlichen Aktivitäten privat finden überwiegend draußen statt. Ich gehe nicht ins Fitness-Studio, denn ich klettere lieber, gehe wandern, Skifahren, in der Natur macht es mir einfach mehr Spaß. 

Auch wenn es ein Film ist, geht es bei „Die Bergretter“ um Unfälle, auch um den Tod. Blenden Sie das aus? 

Man kann das nicht ganz ausblenden. Es kann immer etwas passieren. Leben und Tod liegen nah beieinander. Und viele Geschichten, die wir im Film erzählen, sind oft genauso geschehen.

Beim Abstieg vom Berg passieren die meisten Unfälle.

Tatsächlich gibt es auch immer mehr Leute, die verunglücken, weil sie ein besonders spektakuläres Selfie machen wollen. Da wir die echten Bergretter immer bei uns haben, hören wir auch den Funk der Kollegen mit. Da wird einem schon ganz anders, wenn man hört, was so alles passiert. 

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Sind Sie, seit sie Mama sind, vorsichtiger? 

Ich dachte, dass ich vielleicht mehr über mögliche Gefahren nachdenken würde, weil ich jetzt mehr Verantwortung habe, aber ich kannte meine Grenzen auch vorher schon.

Ich weiß, was ich kann, und ich höre nach wie vor stark auf meine Intuition.

Wenn ich bei einer gefährlicheren Szene kein gutes Gefühl habe, lasse ich die Profis ran. Meine Abenteuerlust ist ungebremst.

Ihre Tochter ist vier Jahre alt. Wie findet die es, dass Mama solche abenteuerlichen Dinge macht? 

Sie findet das super, vor allem den Helikopter liebt sie. Die Kleine ist selbst schon total mutig und klettert gerne. Aber sie ist auch vorsichtig. Mir ist es wichtig, dass sie eine gesunde Selbsteinschätzung bekommt und angstfrei, aber trotzdem bedacht an Dinge herangeht.

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Wie machen Sie das? 

Ich habe dafür zum Beispiel meine Furcht vor Spinnen überwunden. Um ihr zu zeigen, dass man keine Angst vor diesen Tieren haben muss. Mit gutem Beispiel voran. 

Wie regeln Sie die Betreuung Ihrer Tochter, wenn Sie den ganzen Tag drehen?

Wenn wir in Berlin sind, ist sie in ihrem Kindergarten, und in der Steiermark, wo wir „Die Bergretter“ drehen, besucht sie auch einen Kindergarten.

Sie spricht sogar schon ein paar Worte steirischen Dialekt. Das findet sie klasse.

Manchmal, wenn es passt, kommt auch mein Partner mit, oder meine Eltern, sonst unterstützt uns eine Kinderfrau. Wir haben dort auch Freunde, mit denen wir viel unternehmen, einen ganz normalen Alltag eben. Trotz allem ist es eine logistische Meisterleistung und jeden Tag eine neue Herausforderung, das alles zu stemmen. Was berufstätige Eltern leisten, ist einfach toll! 

Ihr Partner, der Vater Ihrer Tochter, ist Kameramann und Regisseur. Arbeiten Sie auch mal zusammen an einem Projekt? 

Das gab es schon ein paar Mal und funktioniert fantastisch. Aber in der Regel kommt es selten vor, dass wir zusammen arbeiten. Wir können Privates und Job sehr gut trennen. Im Moment ist er in Prag, dreht für Netflix eine große Produktion. 

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Sie sind seit 15 Jahren zusammen, ist Hochzeit für Sie ein Thema? 

Ich schließe eine Hochzeit nicht aus. Bis jetzt war einfach noch nicht der richtige Zeitpunkt zum heiraten. Ich habe auch noch keinen Antrag bekommen. (lacht) 

Soll Ihre Tochter noch ein Geschwisterchen bekommen? 

Das sehe ich recht gelassen. Ich bin da ganz offen. Planen kann man eh nichts, insofern werde ich sehen, was das Leben noch so bringt. 

Stimmt es, dass Sie mehr Werkzeuge als Schuhe zuhause haben? 

Ich habe tatsächlich mehr Werkzeuge als Schuhe (lacht). Von der Bohrmaschine bis zur Flex bin ich perfekt ausgerüstet. Regale anbringen oder Möbel abschleifen, alles kein Problem.

Ich habe auch den Wickeltisch selbst gebaut, und ein Puppenhaus für meine Tochter.

Die kann übrigens auch schon mit der Bohrmaschine umgehen – und sogar mit Pfeil und Bogen! 

Sie haben ein altes Haus gekauft und selbst komplett saniert. Das war sicher anstrengend… 

Wir konnten nicht alles selbst machen, aber tatsächlich haben wir sehr viel mit angepackt. Das hat uns auch viel Spaß gemacht und man bekommt einen ganz anderen Bezug zu so einem Haus. Es wird dadurch zu einem vertrauten Zuhause. Man kennt dann wirklich jeden Stein. 

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Handwerklich sind Sie sehr geschickt. Könnten Sie in Ihrem Haus auch autark leben? 

Wir haben eine Grundwasserpumpe, bauen unser Gemüse selbst an. Das ist mir wichtig, aber es würde noch nicht reichen, um autark zu leben. Ich möchte aber, dass meine Tochter lernt, dass Tomaten, oder alles Gemüse besser schmeckt und gesünder ist, wenn man es selbst anbaut, ohne Pestizide. Und ich mache meine Wurst und meinen Schinken selbst. 

Sie können das wirklich selbst? 

Ja, denn es ist mir wichtig zu wissen, woher das Fleisch kommt und ich möchte den biologischen Fußabdruck so klein wie möglich halten. Deshalb begleite ich in Berlin einen befreundeten Forstwirt manchmal auf die Jagd.

 Aus dem Fleisch stelle ich dann selber Schinken und Wurst her. Das geht mit einer Wurst-Maschine ganz einfach.

Für Schinken braucht man einen Vakuumierer und einen Räucherofen. So habe ich immer Salami, Wurst und Schinken zuhause. In Österreich beziehe ich mein Fleisch von einem Bauern, wo ich weiß, dass die Tiere gut gehalten werden.

Ihr Leben in Berlin ist dann das komplette Kontrastprogramm zu den Bergen… 

Ja, das ist ein ganz anderes Leben. In Berlin genieße ich dann die Theater- und Kulturszene. Das ist die perfekte Mischung und der Ausgleich zur Natur in Österreich. Die Landschaft und die Berge dort geben mir viel Ruhe und Frieden. Ich spüre immer, wie gut mir das tut. Und ich bin dankbar, dass meine Tochter mit all diesen Erfahrungen aufwächst. 

Durch ein Haus ist man auch gebunden. Fühlen Sie sich jetzt an Berlin und das Haus gebunden?

Nein, ich sehe das nicht so. Berlin ist schon unsere Basis, aber ich fühle mich auch in den Bergen zuhause. Da, wo meine Liebsten sind, bin ich zu Hause. Ich fühle mich als Weltenbummlerin und könnte mir auch vorstellen eines Tages in einem anderen Land zu leben. 

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Ihre Rolle als „Bergretterin“ verschafft Ihnen ein sicheres Einkommen. Wie wichtig ist Ihnen diese Sicherheit?

Sicherheit ist mir schon wichtig, aber nicht um jeden Preis. Ich entscheide für mich jedes Jahr neu, wie es weitergeht. Ich schaue mir mein Leben an, schreibe Tagebuch. Ich frage mich, ob ich auf dem richtigen Weg bin, ob ich meine Träume lebe, oder mich davon entferne. Das Leben ist ein Fluss, und man muss sich immer wieder neu finden.

Das heißt, Existenzängste kennen Sie nicht? 

Von Angst gesteuert zu werden, ist schlecht. Ich glaube, dass sich Dinge ergeben. Wenn eine Tür zugeht, geht eine andere auf. Ich habe ein großes Urvertrauen in das Leben, eine gewisse Gelassenheit, die mir sehr hilft. 

Welchen Traum möchten Sie sich gerne erfüllen? 

Reisen ist ein großer Traum von mir. Ich möchte meiner Tochter gerne Afrika zeigen. Es ist die Wiege der Menschheit, und ich finde, man kann dort die Erdverbundenheit spüren. Ich wünsche mir, dass meine Tochter ein bodenständiger Mensch bleibt, und ich finde reisen bildet und erweitert den Horizont in jeder Hinsicht. 

Stimmt es eigentlich, dass Sie wiehern können, und Pferde dann zu ihnen kommen? 

Das stimmt wirklich. Ich weiß zwar nicht, was ich in Pferdesprache sage, aber wenn ich wiehere, kommen sie tatsächlich zu mir gelaufen.

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