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Johannes B. Kerner – seine verrückten Lampenfieber-Tricks

Johannes B. Kerner
Foto: Sven Mandel / CC BY-SA

Exklusiv Interview

Johannes B. Kerner – seine verrückten Lampenfieber-Tricks

Der Mann hat gut zu tun! Mit gleich fünf Sendungen startet Johannes B. Kerner (56) beim ZDF in den Herbst und Winter. Im Interview verrät er uns seine ganz persönlichen Tricks gegen Lampenfieber.

Herr Kerner, Sie stehen nun seit Jahren erfolgreich  vor der Kamera. Sind Sie vor Moderationen noch aufgeregt oder ist das für Sie alles  längst Routine?

Es ist eigentlich beides. Natürlich ist es irgendwo Routine, aber aufgeregt bin ich schon auch – gerade bei großen Shows, Live-Sendungen wie „Ein Herz für Kinder“. Da tritt man auf die Bühne und sieht vor sich 700 Leute im Saal. Dann treten anschließend 70 prominente Menschen aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens auf – und fünf Millionen Menschen schauen vor dem Fernseher zu. Da sollte man dann schon präsent sein.

Sie sind in diesem Winter gleich  mit fünf großen Primetime-Shows auf Sendung, eine davon ist „Unsere Schätze – die große Terra X-Show“…

Richtig, „Terra X“, das habe ich noch nie gemacht, das ist eine ganz neue Sendung. Da gehört die Aufregung dazu. Aufregung zum einen vor der Sache, aber natürlich auch vor dem Zuschauer. Ich gestehe also: Ja, ich bin manchmal aufgeregt. Aber ich habe einen Trick, meine Technik, wie ich die Aufregung gut in den Griff bekomme.

Verraten Sie mir die?

Bei Aufregung ist es ja so, dass man körperlich ziemlich hibbelig wird. Dann steht man auf der Bühne, weiß nicht so richtig, wohin mit den Händen. Mein Ritual ist es dann, die Zehen ganz fest zusammen zu krallen. Das sieht von außen keiner, bekommt niemand mit – aber wenn man das macht, dann erhält man dadurch eine totale Stabilität. Man hat eine ganz andere Körperspannung, steht felsenfest auf dem Boden und wird dadurch automatisch am ganzen Körper ruhig. Wenn ich dann die ersten zwei Sätze gesprochen habe, die Zehen noch immer zusammengekrallt, dann stehe ich plötzlich lockerer und dann kann ich auch loslassen. Manchmal hilft auch kurz vor dem Auftritt eine kleine Backpfeife, um hellwach auf dem Punkt zu sein (lacht).

Promileaks-Reporterin Martina Mack trifft TV-Dino Johannes B. Kerner

Sie wirken in jeder Sendung immer top-vorbereitet…

Richtig. Ich bereite mich sehr gut vor. Ich bin ein Handwerker, kein Künstler und das Handwerk ist das A und O. Bei „Terra X“ muss ich mich richtig gut einlesen, die zehn Schätze, die die Redaktion zusammengestellt hat, das sind natürlich Dinge, von denen ich nicht alles wusste. Die Zusammenstellung ist wirklich total interessant, dahinter verbergen sich große Geschichten. Wenn man diese Exponate, Schätze aus so vielen Jahrtausenden deutscher Geschichte aneinander reiht, entwickelt man vielleicht ein Gefühl dafür, warum wir so wurden, wie wir sind, wer wir sind und was uns ausmacht. Ich will aber noch nicht allzu viel darüber verraten…

Sie moderieren in diesem Jahr auch wieder die große ZDF-Silvester-Show mit Andrea Kiewel. Wie ist es, mit ihr zu arbeiten?

Es ist ja nicht das erste Mal und sicher auch nicht das letzte Mal. Ich kann nur sagen, dass Andrea eine ganz außergewöhnliche und liebenswerte Kollegin ist. Sie ist eine tolle, empathische Frau, die einen irrsinnigen Frohsinn versprüht. Ihr Lebensmut und ihre Fröhlichkeit beeindrucken mich. Langweilig wird dir mit Andrea nicht (lacht). Und einsam wird man bei der Sendung auch nicht, weil da noch eine Million andere Menschen sind.

Parallel läuft an diesem Abend Jörg Pilawa mit der Silvester-Show. Warum sollte man bei Ihnen einschalten?

Wer sich für gute Fernsehunterhaltung interessiert, muss ja bei Andrea Kiewel einschalten, weil da ja immer etwas Unvorhergesehenes passiert. 

Sie haben sich jetzt mal bewusst aus der Schusslinie genommen…

Bewusst, ja (lacht). Ich denke, dass es einfach total unterschiedliche Sendungen sind. Wir sind eine Live Sendung vom Brandenburger Tor mit riesiger Partystimmung. Eine Sendung für die ganze Familie. Wenn die ARD mehr Zuschauer hat, dann bin ich schuld. Und wenn wir mehr haben, dann wegen Andrea (lacht).

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