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Bescheiden und voller Liebe – Norbert Rier (`Kastelruther Spatzen´) – So heimelig wird unser Weihnachstfest.

Norbert-Rier-Portrait
Fotos: ©Kottersteger

Exklusiv Interview

Bescheiden und voller Liebe – Norbert Rier (`Kastelruther Spatzen´) – So heimelig wird unser Weihnachstfest.

Der Frontmann der `Kastelruther Spatzen´ verrät uns seine Pläne fürs Weihnachtsfest.

Dabei bevorzugt Norbert Rier es in diesem Jahr ganz traditionell und beschwört damit den Geist der Vergangenheit.

Ganz bescheiden und voller Liebe, so plante er die Feststage Im Kreise seiner Liebsten.

Sie haben ein Album herausgebracht, das Sie „HeimatLiebe Weihnacht“ genannt haben …

Das ist seit vielen Jahren mal wieder ein Weihnachts-Album. Und auch bei diesem geht es neben Weihnachtsgefühlen und Bräuchen um die Heimat und die Liebe dazu.

Beides wird großgeschrieben, weil für die Spatzen beides als Einheit und gleichberechtigt zusammensteht.

Dazu kommt der gemeinsam erlebte Glaube, das Brauchtum zum Fest der Liebe und die Gefühle zum Weihnachtsfest.

Mein Lieblingslied auf dem Album ist daher auch der Titel-Song „HeimatLiebe Weihnacht,“ weil das Lied das alles erzählt.

Kastelruther-Spatzen-Weihnachten

Wie feiern Sie heute Weihnachten?

Wir feiern sehr traditionell. Meine Frau Isabella dekoriert das ganze Haus.

Wir haben einen schön geschmückten Weihnachtsbaum, der gehört dazu.

Schon Wochen vorher fängt meine Frau an, die Kekse zu backen. Im ganzen Haus duftet es nach dem leckeren Gebäck, nach Zimt, Orangen, einfach nach Weihnachten.

Wir gehen natürlich auch zur Christmette, das ist Tradition.

Ich bin katholisch aufgewachsen, wir sind eine sehr gläubige Familie. Dann gibt es die Bescherung, in erster Linie aber für die Kinder. Das Schönste ist, wenn wir alle  gemütlichzusammen am Tisch sitzen und essen.

Album-Cover-Spatzen

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Das neue Album `HeimatLiebe Weihnacht´ der Kastelruther Spatzen bringt die Weihnachts-Stimmung der Berge zu Ihnen ins Wohnzimmer. Lassen Sie sich von der Stimmung die Feiertage versüßen. Auch als Fanbox erhältlich.

Der Kamin brennt und es ist eine heimelige Stimmung in der Stube.

Meine Frau oder meine Töchter decken den Tisch festlich ein, Isabella kocht für uns zu Weihnachten immer ein tollesEssen. Traditionell gibt es bei uns einen Braten mit Klößen, eine Weihnachtsgans gibt es nicht, das ist bei uns keine Tradition.

An Weihnachten kommen normalerweise die Kinder und die Enkel zu uns auf den Hof.

In diesem Jahr feiern wir aber bei meiner Tochter Marion und unseren beiden kleinen Enkelkindern, Peter, der jetzt fünf Jahre alt ist, und Willi, der drei Jahre geworden ist.Weihnachten mit kleinen Kindern hat einen ganz besonderen Zauber.

Norbert-Rier-Pferde

Wie fällt bei Ihnen die Bescherung aus. Werden die Kinder und Enkel sehr verwöhnt?

Nein, unsere Kinder sind ja alle aus dem Haus. Aber auch als sie klein waren, wurden sie nicht übermäßig verwöhnt. Wir haben darauf geachtet, dass Weihnachten immer als das Fest der Liebe, Christi Geburt, gefeiert wird.

Weihnachten soll kein Konsum-Fest sein.

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Wir hatten die Krippe aufgebaut und die Weihnachtsgeschichte erzählt. Es war uns wichtig, dass die Kinder das nicht nur als Fest wahrnehmen, wo es Geschenke gibt.

Wenn sie sich heute etwas Bestimmteswünschen oder brauchen, spricht man darüber, ansonsten sind es natürlich die Enkelkinder, die beschenkt werden.

Da hören wir schon das ganze Jahr über zu, was sie sich wünschen und kaufen das entsprechend vorher. Leuchtende Kinderaugen an Weihnachten sind etwas ganz Besonderes. Aber in diesem Alter sind das natürlich keine großen Geschenke. Sie freuen sich über die kleinen Dinge, Spielsachen, Kuscheltiere.

Kastelruther-Weihnachten

Wie fielen die Weihnachts-Geschenke für Sie als Kind aus?

Damals war das natürlich noch etwas bescheidener. Die Eltern haben geschaut, was wir brauchen, ob das eine warme Jacke war für den Winter oder ein paar neue Schuhe.

Oft gab es auch selbstgestrickte Socken.

Es wurde eher nach praktischen Dingen Ausschau gehalten. Wir haben uns aber auch über selbstgestrickte Socken gefreut, die die Mutter für uns mühsam und stundenlang angefertigt hat. Es waren ganz persönliche Geschenke. Dazu gab es Schokolade, Nüsse, Orangen, Kekse. Ich war immer total glücklich, wenn ich etwas bekommen habe.

Kastelruther-Gruppe

Was war Ihr schönstes Weihnachtsgeschenk?

Daran erinnere ich mich noch heute. Ich glaube, ich war acht oder neun Jahre alt. Ich habe mir damals einen Schlitten gewünscht. Bei uns lag früher ja immer sehr viel Schnee. Zu Weihnachten waren die Dolomiten oft tiefverschneit.

Den Schlitten hatte ich gesehen und wollte den unbedingt haben.

Ich habe sogar nachts von dem Schlitten geträumt und wie ich damit die Hänger hinuntersausen würde. Aber ich hatte nicht damit gerechnet, dass ich ihn auch tatsächlich bekommen würde.

Als er dann unterm Weihnachtsbaum lag, habe ich fast geweint, vor lauter Freude.

Ich wollte ihn am liebsten sofort ausprobieren, musste dann aber bis zum nächsten Tag warten (lacht).

Kastelruther-Spatzen-Berge

Wie wurde früher bei Ihnen Weihnachten gefeiert?

Wir hatten natürlich nicht so viel – aber meine Eltern haben uns immer ein schönes Weihnachtsfest beschert.

Als Kind hatten wir jedes Jahr einen schön geschmückten Weihnachtsbaum mit Holzfiguren, Kugeln und Kerzen.

Wir saßen in der warmen Stube, das Feuer flackerte im Ofen, und mein Vater holte die „Steirische Harmonika“, also das Akkordeon hervor und wir sangen und musizierten. Daran erinnere ich mich heute noch oft. Er hat wunderbar gespielt und wir hatten eine schöne, besinnliche Stimmung an Heilig Abend.

Das Fest der Liebe war wirklich ein Fest voller Liebe für uns.

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Auch früher gehörte der Kirchgang an Weihnachten natürlich dazu. Wir besuchten alle zusammen die Christmette, um uns auf Heilig Abend einzustimmen. Danach gab es das Weihnachtsessen.

Meine Mutter hatte den Tisch festlich gedeckt, für alle gekocht, einen Weihnachtsbraten gemacht. Zuvor gab es  Südtiroler Spezialitäten, vom Schinkenspeck, über feinen Almkäse, Hirschsalami,

dazu traditionelles Schüttelbrot und natürlich viele feine Süßigkeiten wie das Südtiroler Früchtebrot, Weihnachtsstollen, dem Kastelruther Krapfen oder Vanillekipferl, die meine Mama gebacken hatte.

Was ist Ihnen in Erinnerung geblieben von den Weihnachten als Kind?

Weihnachten als Kind war für mich immer ein magisches Fest.Es gab auch einen Umzug mit dem Heiligen Nikolaus, aber am schönsten war es eben, wenn wir als Familie Zeit füreinander hatten.

Meine Eltern hatten immer viel Arbeit auf dem Hof, aber an Weihnachten gehörte die Zeit der Familie.

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Wir saßen zusammen, es wurden Geschichten erzählt von früher, das hat mir immer gut gefallen. Heilig Abend wurden auch die Ställe besonders sauber gemacht und für die Tiere schön hergerichtet.

Sie sollten es an Weihnachten auch besonders gemütlich haben. Laut einer Sage sprechen die Tiere an Heilig Abend miteinander, das haben mit meine Großeltern damals erzählt.

Auch ich mache es meinen Tieren zu Weihnachten besonders gemütlich im Stall, das habe ich von den Großeltern so übernommen. Es soll für alle ein tolles Fest sein.

Kastelruther-Spatzen-Gruppe

Gibt es eine Botschaft, die Sie für Ihre Fans zu Weihnachten haben?

Ja, ich freue mich vor allem sehr, dass wir viele unserer Fans auf unserer kommenden Tournee endlich wiedersehen werden. Es liegt eine wirklich harte Zeit hinter uns allen.

Wir blicken zurück auf ein schwieriges Jahr ungeahnter Herausforderungen, Nöte und Entbehrungen.

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Erstmalig in unserer Geschichte, mussten die Fans pandemiebedingt über mehr als ein Jahr auf Live-Konzerte der Kastelruther Spatzen verzichten.

Den Fans, denen wir es persönlich nicht wünschen können, wünschen wir ein friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest und ein gesundes, glückliches neues Jahr.

Was ich besonders wichtig finde, ist zufrieden zu sein, mit dem, was man hat. Demut vor dem Leben, und Dankbarkeit sind die Dinge, die ich in den letzten Jahren, vor allem nach meiner Herzoperation besonders gelernt habe. Damals habe ich ein neues Leben geschenkt bekommen.

Wie fällt die Bilanz für Sie persönlich aus für 2021? Was hat sie gefreut, was bedauern Sie?

Ich freue mich, dass das Jahr mit unserer Tournee zu Ende geht. Das versöhnt mich mit den schwierigen letzten Monaten der Pandemie, in der wir komplett ausgebremst wurden.

Album-Cover-Spatzen

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Für mich persönlich gab es gesundheitlich wieder ein Problem.

Ich hatte einen doppelten Sehnenriss an der Schulter, der operiert werden musste. Das passierte, als ich die Pferde in den Stall bringen wollte. Sie haben gescheut und ich habe sie nicht rechtzeitig losgelassen. So ist das passiert.

Eine äußert schmerzhafte Angelegenheit, die mich noch eine Weile beschäftigen wird. Was ich auch bedauere, ist, dass ich die Zeit der Pandemie nicht genutzt habe, um mir mit meiner Frau Isabella ein paar Auszeiten zu gönnen.

Mal ein Wochenende nur für uns, oder einfach mal nur wandern gehen. Eigentlich hatten wir uns das fest vorgenommen. Die Arbeit auf dem Hof, an den beiden Alben hat mich dann aber wieder so in Beschlag genommen, dass wir das nicht geschafft haben.

Ich möchte mir in Zukunft mehr Zeit für unsere Liebe nehmen. Das werden wir im neuen Jahr aber auf jeden Fall nachholen.

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